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Erstmalige Nennung und Deutung des Ortsnamens Rohlfshagen
Der Ortsname Rohlfshagen wird nachweislich erstmalig im Jahre 1402 als Roloueshagene im Lübecker Urkundenbuch genannt. Tatsächlich ist Rohlfshagen aber sehr viel älter. Es ist eine Rodungssiedlung der Schauenburger Grafen und etwa in der Zeit 1200 -1300 nach Chr. entstanden.
Der Name Rohlfshagen setzt sich aus zwei Worten, nämlich dem Personennamen Rolf bzw. Rudolf und Hagen zusammen. "Hagen" bedeutet Siedlungsfläche, so dass Rohlfshagen als Siedlungsfläche eines Rolfs bzw. Rudolfs gedeutet werden kann.
Es gibt aber auch eine Deutung des Ortsnamens, die sich aus Ro (=Roden), leves (= altsächsisch für Erbe) und Hagen zusammensetzt. Demnach ist Rohlfshagen ein Rodungserbe in einem Siedlungsbereich.
Gründung und Siedlung
Rohlfshagen, so wie auch verschiedene andere "Hagen-Dörfer in unserer näheren Umgebung, ist eine Rodungssiedlung. Die Rodung der Wälder wurde von den Schauenburger Grafen (Bückeburger und Lipper Land) veranlasst. Dort gab es ein sogenanntes "Hagenrecht", das auch auf das Stormarner Gebiet übertragen wurde. Dieses Recht ermöglichte es Siedlern, Wälder zu roden und dann für etliche Jahre "zins- und zehntfrei" dort Ackerbau zu betreiben.
Auch im Schaumburger Land gibt es ein Dorf Rolfshagen, so dass man vermuten darf, dass die Siedler unseres Rohlfshagens dorther kamen.
Aber auch schon viel früher, nämlich in der jüngeren Steinzeit, gab es Siedlungsflächen in der Gemarkung Rohlfshagen. Nach Wulf Janus sen. gab es solche Flächen auf den höher gelegenen Flächen des Gutes Dreckmann und in der Rühmwisch.
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